Honigfall europarechtlich zunächst geregelt

Rechtsanwaltskanzlei Dr. Kauch

Europäische Kommission


Honig, der Spuren von MON810 enthält


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Dr. Kauch Rechtsanwaltskanzlei - Fachanwältin für Verwaltungsrecht -

Gentechnikrecht

Honigfall europarechtlich zunächst geregelt

 
Bereits im November 2013 hat die Europäische Kommission das Problem von gentechnisch veränderten Maispollen (MON810) im Honig geregelt. Wir erinnern uns kurz, dass der Honig eines Liebhabereiimkers, dessen Bienenvolk etwa 10 km von einem Maisfeld mit gentechnisch verändertem Mais der Linie MON810 gestanden hatte, mit GVO verunreinigt war. In diesem Zusammenhang hatte der Europäische Gerichtshof geurteilt, dass GVO-Maispollen im Honig als Zutat nicht zugelassen seien und damit  eine 0,00 Grenze gelte (vgl. dazu bereits AGCT-Gentechnik.report 9/2011 vom 30.09.2011). Nunmehr hat die Europäische Kommission für Honig, der Spuren von MON810 enthält, eine Regelung getroffen. Sie füllte die juristische Lücke und autorisierte den Pollen des einzigen transgenen Mais, der bislang in der EU angebaut werden darf, ausdrücklich auch als Lebensmittel. Damit ist zwar das Problem der Koexistenz von GVO-Anbau und konventionellem beziehungsweise biologischem Anbau nicht grundsätzlich gelöst. Jedenfalls ist der Honig, der MON810-Pollen enthält, durch diese Entscheidung jetzt verkehrsfähig.

Diesen Text finden Sie auch auf der Homepage der AGCT.